• marcelfantoni

Meinen Frieden suchte ich mein Leben lang - und jetzt: habe ich ihn gefunden... im JETZT!

(Bild von gestern - danke, Brigitta)

Draussen vor dem Fenster tobt ein Schneesturm. Ich sitze an meinem Tisch und schaue zu, einfach schauen, staunen, träumen, ein- und ausatmen. Mit der Konzentration auf meinen Atem, bleiben mein Denken, mein altes, immer präsente Grübeln und mein EGO hinter mir. Sie gehören nicht mehr zu mir.

Die alten Fragen über Gott, den Tod, der Sinn des (meines) Lebens... das ewige Grübeln... alles unwichtig. Warum? Unwichtig. Es ist! Ich bin! Ich atme!


Mit der Corona-Bedrohung, um die sich alles dreht, alles, bin ich ein Händewascher, Maskenträger, Distanzler, unberührter Mensch geworden. Ich sehe kaum mehr Menschen. Konkret sind es noch fünf Personen, mit denen ich mein Leben aktiv teile. Das Telefon ist nur ein Ersatz.

In den vergangenen Monaten ist alles anders geworden. Meine Tage teile ich mit meiner Ehefrau (zum Teil - da immer noch ein 80% arbeitend im Spital) unserem Hund und so lerne sehr viel von BRIOCHE. Sie lebt wirklich im JETZT.


Wenn ich manchmal Mitleid mit mir und meiner Lage habe, dann denke ich!!!

Ich sehe Peter vor mir, spreche mit ihm, lache... wie damals... heute liegt er in einer Vase eingeschlossen auf dem Friedhof! Aus!

Ab und zu denke ich auch an einen Bekannten aus meiner vergangenen Arbeitswelt. Er sitzt im Gefängnis und das noch für ca. 17 Jahre. Eingeschlossen! Büssend!


Wie gut es mir doch geht. Ich bin frei wie ein Adler. Schwebe. Schaue. Lebe. JETZT!

Nur mein SEIN ist wichtig. Das HABEN gehört dem Zufall. Gelingt mir das Loslassen, dann ist nichts mehr wichtig.

Irgendwann werde ich meinem Tod begegnen und dann ist alles aus. Also lebe ich nach den Gedanken von HORAZ:

"Glücklich der Mensch... in sich ruhend... heut habe ich gelebt!"


JETZT!


Bleibt gesund und munter!

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