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Mein Berg "VIRUS" - Das Leben ist ein Würfelspiel

Es ist noch früh am Morgen und ich kann nicht laut singen, denn dann würden die Hausbewohner erwachen und sich über meine grauenhaften Töne ärgern!

Pst! 1. Strophe: "Das Leben ist ein Würfelspiel, wir würfeln alle Tage. Dem einen bringt das Schicksal viel, dem andern nichts als Plage. /: Drum frisch auf Kameraden den Becher zur Hand. Zwei Sechser auf den Tisch. Der eine ist fürs Vaterland, der andere ist für mich (und meine Frau). :/


Seit Stunden habe ich die NZZ, den BLICK und die NZZ vom Wochenende auf meinem IPAD gelesen... ich bin nicht müde... die Berichte der Menschen aus Bergamo sind beeindruckend, erschütternd und zeigen meine mögliche Zukunft...


Im Sommer werde ich 68 Jahre alt und somit bin ich ein Risiko für die Gesellschaft. Rentner! Ehemann! Vater! Freund!... ich bin. Ich liebe mein Leben, auch wenn ich es damals beinahe weggeworfen hätte...


Heute trage ich die Pantoffeln, die ich vor ein paar Jahren in Marokko gekauft habe. Ich liebe den Geruch vom Ziegenleder und die Schuhe haben drei Vorteile: 1. mir ihnen kann ich nur langsam gehen und das Treppenhaus ist ein echte Herausforderung mit ihnen

2. ich gehe langsam, sehr langsam... bewusst... achtsam... dankbar

3. Meine Reise-Seele kommt ins Träumen... Marokko... 1.5.2020: Jerusalem im Mai 2020 (vom Virus verdrängt)


Nun zu meinem Berg "VIRUS"!


Ich liebe die hohen Berge, habe sehr viel über den Himalaya gelesen und mir Filme angeschaut. TV-Tipp: "Everest", 2015, Geschichte fand im März 1996 statt! Mein Held als Schüler war Marcel Rüedi und ich stand 1964 oft vor seiner Metzgerei an der Wartstrasse in Winterthur um ihn zu sehen! www.marcel-rueedi.ch

Stichworte: erfolgreicher Bergsteiger, sehr freundlicher Mensch, damals 26j., der gleiche Vorname (das war mir damals sehr wichtig!). 10 x Achttausender bestiegen. Am 25.9.1986 starb er beim Abstieg vom Makalu. Marcel liegt immer noch da oben! Besuche seine Homepage! Eindrückliche Vorträge von Messner, Bisack und einem Luzerner Zahnarzt gehört.


Mein Bild: mein Achttausender "VIRUS", die Todeszone und der kleine rote Punkt, dass bin ich.


Heute, Montag, 30.3.2020, stehe ich seit 4 Uhr vor meinem Berg "VIRUS":

Ich will meinen Berg "besteigen" und erfolgreich wieder zurückkommen. Ich? Und die Anderen? In unserer Wohnung sind nur noch meine Frau und ich. Sie arbeitet im Spital und macht ab Freitag Röntgenbilder von Lungen. Ich bin ihr Betreuer im Bereich Moral, Gesundheit, Vertrauen, Gelassenheit...


Und jetzt schreibe ich meine Listen:

- Warum will ich auf den Berg?

Antwort: ich will mindestens die drei nächsten Pandemien überleben, also ich will 106 Jahre alt werden und den 100. Geburtstag meiner Frau mit einem flotten Salsa feiern. Konsequenz: meine Gesundheit pflegen wie ein kostbares Pflänzchen = Gewicht runter, ideal: 80kg. Jeden Tag bummeln!, Freundschaften pflegen, damit an die Feier im Jahr 2058 auch noch bekannte Menschen dabei sein werden. Salsa üben und bald, ich hoffe bald... wieder am Sonntag zu den Salsa People gehen. "Valeria, wir kommen!"


- Meine Werte? Antwort: "... mit Herz" oder wie es in der Bibel steht: Liebe Gott (Energie, höhere Macht...) und Liebe deinen Nächsten wie dich selbst! Verurteile dich nicht.


Lebe nach dem Motto (= auch aus der Bibel): Liebe Freude

Frieden

Geduld

Freundlichkeit

Güte

Treue

Nachsicht

Selbstbeherrschung

Das Sein ist viel wichtiger als das Haben.


Dankbarkeit, Achtsamkeit, Bescheidenheit, FREIHEIT ... diese Listen will ich bearbeiten

Bild neben meinem Schreibtisch: "Tue, was dein Herz dir sagt"


Was gebe ich auf?

Ich lese keine VIRUS-Statistiken mehr Das Schweizer Fernsehen und ihre "Stars" sollen verschwinden Mein Hausarrest macht mir keine Sorgen: Ich lebe noch! Kann gut atmen. Habe Appetit.

Angst ist ein miserabler Ratgeber.

Ich will nur Fakten, Fakten, Fakten... nicht Panikmacher, Wichtigtuer, Besserwisser, Angst-Verbreiter...


Wer mit mir auf den Berg "VIRUS" bummeln will, muss ein Liedchen beherrschen: "Freut euch des Lebens,

weil noch das Lämpchen glüht; pflücket die Rose, eh' sie verblüht! Man schafft so gern sich Sorg' und Müh', sucht Dornen auf und findet sie und lässt das Veilchen unbemerkt, das uns am Wege blüht!"


Herzliche Grüsse und "blib gsund!"

Marcel - dein Zuhörer


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