• marcelfantoni

Ich male Worte, also bin ich

Meine Bilder male ich mit meinen Sinnen: also ich sehe etwas, ich rieche, ich höre, ich fühle, ich rieche ein "Bild" und dann fliessen meine Gedanken in die Hände und die Tasten wirbeln. Vor mir liegt ein Heft aus der Serie "einfach leben". Es trägt den Titel "Glücksfaktor Dankbarkeit." Über die Schriften von Pater Anselm Grün OSB bin ich auf diese Publikationen gekommen.

Ich verarbeite in meinem Kopf und meinem Herzen den Beitrag "Ich danke, also bin ich." Es geht um die Erfahrung von Verbundenheit in indigenen Kulturen. Indigen ist ein sehr interessantes Wort. Mir stehen die Wörter Indianer und Indios immer noch näher, aber der Hinweis "in ein Land geboren" zeigt den Umgang mit der Natur... faszinierend... Google den Begriff!

Die nordamerikanischen Indianer haben mich durch meine Kindheit begleitet. Eine kleine Figur hielt ich immer in den Händen und später (so 1. - 4. Klasse) sass der kleine Indianer immer in meinem Hosensack. Ich las alle Karl May Bücher und alles, was ich über Indianer fand... und die Weissen haben die Indianer in Nordamerika praktisch ausgerottet, die wenigen Überlebenden in Reservate "versteckt." Eine grauenhafte Tat! Und heute sprechen die Amerikaner über Freiheit, Vorbild...

Die Lakota Indianer verwenden den Begriff +Wo-pi-La'+ für Dank. In ihrem Weltbild ist der Einzelne nicht getrennt und isoliert, sondern eingewoben in ein Lebensnetz, also eine tiefe Allverbundenheit. "Alles ist ein grosser Kreis" und du bist "eingebunden in eine Welt, in der alles Beziehung ist". Mensch-Raum-Erde-Natur-Tiere... alles gehört irgendwie zusammen... wunderbar.


Dieser wunderbare Bergkristall schenkten mir einmal... für mich sehr wichtige Menschen... meine damaligen Mitarbeiter! Kristalle, Steine... wenn ich nur mit ihnen sprechen könnte. Ich sammle Steine, d.h. auf jeder Wanderung lese ich einen Stein auf und frage ihn dann ab und zu: "Wo kommst du her? Was hast du erlebt? Wie alt bist du? Sprich mit mir...

Leider sind meine Ohren für das leise Gespräch noch nicht richtig synchronisiert, aber eines Tages, hoffentlich noch eines fernen Tages, kann ich die Steine hören, auch die Tiere, die Pflanzen... Ich bin jetzt schon neugierig auf ihre Erzählungen.


Ich lese meinen Artikel weiter:

"Die Grundhaltung der Dankbarkeit und das indianische Prinzip der Verantwortung gegenüber dem Wohlergehen der kommenden sieben Generationen sind ein und dasselbe Denken"... und weiter "so behutsam und dankbar über die Erde gehen, als würden wir bei jedem Schritt auf die Gesichter unserer Nachkommen treten: von solcher Tugend sind wir weit entfernt. (Irokesen)"


Sieben Generationen: 25/50/75/100/125/150/175... Jahre... und dafür bin ich verantwortlich.

Was denkst du zu dieser Verantwortung? Wollen wir darüber gemeinsam nachdenken und plaudern?


Zitat:

"Erst wenn es zu spät ist, lernen wir, dass das Wundervollste der flüchtige Augenblick ist." François Mitterand (1916-1996)


Bliib gsund!


Herzliche, friedliche und fröhliche Grüsse

Marcel Fantoni

dein Wort-Maler und Zuhörer

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