• marcelfantoni

Geduld - Vertrauen und Selbstdisziplin

«Die längste Reise ist die Reise nach innen.» (Dag Hammarskjöld, 1953-61 UNO-Generalsekretär)

Das Virus plagt die Welt. Es begann weit, weit weg, in China. Dann kam es näher, näher und näher. Ist es bereits bei mir angekommen? Ich weiss es nicht, ich fühle mich eigentlich wohl. Niessen muss ich eigentlich öfters, aber, eigentlich gehört das Niessen fast zu meinem Morgenritual. Bis jetzt hat es mich noch nie gestört, aber heute... In den Medien kann ich lesen... ab 65 Jahren steigt die Gefährdung und dazu bin ich noch ein Mann. Aha! Die Nachrichten werden immer dramatischer. Menschen sterben. Ärzte und Pfleger kämpfen... Spitäler und Altersheime schliessen die Türen für Besucher. So werden die "Bewohner" einsamer und einsamer! Den Entscheid der Politiker verstehe ich schon. Ich vertraue ihnen! Beherrschen die Verantwortlichen eigentlich eine Form von Beurteilung der Lage oder entscheiden sie...? Ich habe in den USA einen Führungskreislauf gelernt (1987 Fort Benning): Beobachten Nachdenken

Entscheiden

Handeln Lernen (Führen die Verantwortlichen eigentlich ein Lern-Tagebuch? Verantwortlich heisst, irgendwann muss ich Antworten geben! Warum so und nicht anders?) Und dann wieder Beobachten... Meine Schulzeit war immer eine Wanderung in der Wüste. Heiss. Kalt. Karg. Not. Überleben. Wüste halt. Aber etwas ist mir geblieben und es hat mich seit mehr als 50 Jahren treu begleitet, das Buch Gedichte (Auflage 1964!!!) und da finde ich auf der Seite 307 ein zu unserer Zeit passendes Gedicht (oft verwendet):

Humor


Es sitzt ein Vogel auf dem Leim, er flattert sehr und kann nicht heim. Ein schwarzer Kater schleicht herzu, die Krallen scharf, die Augen gluh. Am Baum hinauf und immer höher kommt er dem armen Vogel näher. Der Vogel denkt: "Weil das so ist und weil mich doch der Kater frisst, so will ich keine Zeit verlieren, will noch ein wenig quinquillieren und lustig pfeifen wie zuvor." Der Vogel, scheint mir, hat Humor.

(Wilhelm Busch) Dazu habe ich noch zwei Bücher hervorgekramt: 1. Die Pest von Albert Camus (Stichworte: furchtbare Seuche in der Stadt Oran, die Stadt wird von der Umwelt abgeschlossen, apokalyptisches Grauen, der Einzelmensch, der Arzt Bernhard Rieux... Nächstenliebe)

2. Die Stadt der Blinden von José Saramago (Nobelpreisträger 1998). Eine Epidemie befällt eine Stadt. Der Staat reagiert brutal und schliesst die Erblindeten in ein leerstehendes Irrenhaus ein... Die NZZ schreibt: "Ein brillanter Roman"


Liebe Leserin, lieber Leser Ich wünsche dir Geduld, Vertrauen und die überlebenswichtige Selbstdisziplin. Die Schlüsselblumen habe ich gestern am Türlersee fotografiert. Trost. Bummel in der Natur gibt mir Kraft. Auf ein gesundes Wiederlesen und

LTA = Lächeln trotz allem!!!



Zitat: "O habet nur Geduld, es geht alles vorbei, nur die Ewigkeit nicht" (Lieblingsspruch von Bruder Meinrad, 1848-1925, lebte im Kloster Einsiedeln)

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