• marcelfantoni

Geduld! Irgend wann leben wir wieder normal!

Langsam, langsam kommt der Alltag zurück. Endlich regnet es wieder einmal. Weil wieder mehr Geschäfte offen haben, nimmt der Autoverkehr vor unserem Haus zu! Mein Frühkonzert der Vogelschar ist etwas leiser. Seit Wochen stehe ich nach dem Erwachen sofort auf den Balkon und warte auf die wunderbaren Sänger. Das Virus hat auch Vorteile, denn die Vögel und ihre Stimmen höre ich viel besser, weil ich eben darauf achte und dies viel öfter als vorher.

Dafür höre und sehe ich keine Flugzeuge. Sie fehlen mir. Mein "SWISSAIR-Herz" wird nie aufhören zu hüpfen, wenn ich ein Flugzeug sehe, träume ich...

Der Betrieb des "flightradar" Apps wurde eingestellt. Damit konnte ich jedes Verkehrsflugzeug auf der Welt "verfolgen." Ich liebe diese Handy-Funktion und ich hoffe sehr, dass sie zurückkehrt und zwar bald. Damit konnte ich meine Weltreisen im Kopf durchführen. Wann betreibt die SWISS wieder ihr Langstreckennetz? Noch dieses Jahr? Ich bin sehr gespannt darauf.

Ein weiterer Vorteil des Virus sehe ich in meiner Betrachtung unseres Gartens. Ich habe Zeit und Musse für Betrachtungen, denn ich bin ja immer noch "eingesperrt" und … ich gewöhne mich langsam daran. Fazit: so ein schöner Garten.


Aber viele Fragen wirbeln durch meinen Kopf, wie immer!

Wie schaffen wir eine gewisse Ordnung, nicht als Gesellschaft, nein, als Gemeinschaft?



Wann und wie stehen die Figuren wieder regelkonform auf dem Schachbrett? Am 11. Mai sollen die Primarschulen den Betrieb aufnehmen. Ich denke, dass die Kinder sich auf diesen Tag freuen, die Eltern sicher auch, aber die Lehrer? Was kommt auf sie zu? Wie achten sie auf ihre eigene Gesundheit? Wer steckt wen an?

Der Marsch ins Hallenbad zum obligatorischen Schwimmunterricht führt an unserem Haus vorbei. Da ich oft den Vorplatz wische... betrachte ich die Lehrer/innen mit ihren Klassen. Manche geordnet wie eine militärische Formation, andere wie Napoleons Truppen auf dem Rückzug vom Russlandfeldzug! Die Gesichter der Lehrer/innen faszinieren mich immer. Offen. Fröhlich. "Abgelöscht". Müde. Dieser Beruf ist sehr, sehr wichtig, aber diese Menschen stehen unter Druck und es fehlt an Achtung und Respekt von allen Seiten: sei es Politik, Eltern, Gesellschaft... Schade!

Mein Dank gilt diesen Frauen und Männern, die hoffentlich alle auf Pestalozzis Wegen wandern... Körper, Geist und Seele sind wichtig!

Ich sehe sein Denkmal vor meinen Augen!

Manchmal denke ich wie ein Erstklässler, der noch nicht lesen und schreiben kann:


Das Virus:

- wird übertragen in Tropfenform. Über die Luft. Von Mensch zu Mensch. Husten. Niessen. - ich bekomme das Virus von einem anderen Menschen, der näher als 2 Meter von mir entfernt ist, oder... - ich mir mit meinen Händen ins Gesicht greife und so das Virus "einlade", mich via Mund, Nase, Augen zu "besuchen".


Wo ist das Problem?

Meine Hände dürfen nie, nie, nie mehr mein Gesicht berühren! Und jetzt "beisst" mich die Nase... genau jetzt oder ich muss jetzt in den Augen reiben... NEIN! Gefährlich!

Nicht ins Gesicht greifen und oft, oft die Hände mit Seife waschen, abtrocknen und desinfizieren!


Gestern bin ich an einem Gartenzentrum vorbeigefahren! Unglaublich. Es gab tatsächlich ein Verkehrschaos... Alle wollen sofort alles kaufen. Wir sind ein Volk von Gärtnern geworden!



Zitat:

"Gegen das Schweigen kann niemand auf die Dauer ankämpfen. Es ist ein unüberwindlicher Gegner." Albert Schweitzer (evangelischer Theologe und Arzt, 1875-1965)


Blib gsund und heb dir Sorg!


Fröhliche und herzliche Grüsse

Marcel Wort-Maler und Zuhörer

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