• marcelfantoni

Der kleine Mutmacher = meine Fünffranken-Münze

Heute beginne ich den Tag mit einem Lied: singen wir die vierte und letzte Strophe des Beresinaliedes:


«Mutig, mutig, liebe Brüder, gebt die bangen Sorgen auf;

Morgen steigt die Sonne wieder

freundlich an dem Himmel auf, freundlich an dem Himmel auf.»

Hast du ein mulmiges Gefühl? Hast du gar Angst? Ganz ehrlich! Ich bin manchmal etwas unruhig und zwar immer dann, wenn ich mein Fragen-Hamsterrad laufen lassen, schnell, schneller, immer schneller... und es rast. Hunderte von Fragen rasen in meinem Kopf herum und ich kenne keine einzige Antwort...

Aber ich habe keine Angst. Angst hätte ich, das habe ich gestern meiner Frau beim Nachtessen erklärt, also Angst hätte ich, wenn ich in Lauterbrunnen ab der Startrampe, mit einem Wingsuit (so ein Vogel-Mensch Kostüm) bekleidet, runter springen müsste...

Aber Unruhe, das lasse ich gelten. Ich weiss nicht... aber die Anderen auch nicht... niemand weiss... dann schaue ich meine Hände an und gleichzeitig konzentriere ich mich auf meinen Atem. Ich muss mich ablenken, den das Fragenstellen führt mich persönlich auf den dunklen Weg der Depression. 2011 bin ich diesen Weg gegangen... fast bis zum Ende des Tunnels... Menschen haben mich gerettet und so weiss ich eines: Ich muss mich öffnen, ich muss vertrauen, Spezialisten können mir helfen. Nach der dunklen Erfahrung weiss ich, dass ich mir, nach der damaligen Erfahrung, auch selbst helfen kann.


Ich halte sofort das Fragen-Hamsterrad an. Dann bewege ich meine Finger und halte ein MUDRAS (google das Wort!) und ich atme, vor allem Konzentration auf das Ausatmen... mir hilft dies sofort. Einatmen - ausatmen. Übrigens bin jetzt im JETZT! (Lies das wunderbare Buch von Eckhart Tolle: JETZT - Die Kraft der Gegenwart)


Und nun spiele ich das Fünfliber - Spiel:

Stell die Münze auf den Rand!

Mein „Fünfliber“ (5.-)

In meiner linken Hosentasche trage ich oft einen „Fünfliber“ bei mir. Ist das sein Notvorrat? Vielleicht. Die Münze dient aber vor allem dem Denken und dem genauen „Hin – Sehen.“ Ich frage oft andere Menschen, was auf dieser Münze eingeprägt sei. Wilhelm Tell (eher ein unbekannter Bergbauer) auf der Kopfseite und auf der Zahlseite steht 5 FR, die Jahreszahl der Herausgabe der Münze, das Schweizer Wappen und zwei halbe Blumenkränze.

Ist das alles? Nein! Es gibt noch eine dritte Fläche, der Rand. Darauf sind 13 Sterne gedruckt und die Worte „Dominus providebit“. Das heisst „Gott trägt Sorge oder Gott wird sorgen. Wie oft sagen wir bei einem Entscheid: „Lass uns eine Münze werfen…, Kopf oder Zahl?“


Es gibt nur entweder oder! Dabei vergessen wir die dritte Fläche und da beginnt das Denken. Ja oder Nein ist zu oberflächlich. Die dritte Variante muss gesucht werden.


Es gibt nicht nur Schwarz oder Weiss, nein vielmehr kann Grau weiterhelfen. In einer Beziehung zwischen Menschen hilft eine „win – win“ Lösung oft weiter und beide Seiten können dabei gewinnen. Der Kompromiss!


Nach Lösungen suchen, bedeutet Denken, Nachdenken, Vordenken, selbständig denken… Dafür braucht man Zeit und eine gute Beobachtungsgabe. Hinsehen ist wichtig.


Schauen Sie auch einmal eine alte, noch gültige Einhundert – Franken – Banknote genau an. „Le rêve dans le rêve“ steht darauf, ein Traum im Traum..“ Mein Traum und meine Hoffnung: Alles wird gut!


Mein „Fünfliber“ fördert mein Denken! Deines auch?


Loslassen: auch da hilft mir mein Fünfliber

Mit der Münze kann ich weiter zeigen, wie ich mit viel Kraft oder wenig, etwas bei mir halten kann.

Die geschlossene Hand, mit Kraft das Wichtige bei sich halten oder bei geöffneter Hand, die Münze auf der Handfläche tragen, sichtbar tragen ohne Kraft. Ich gebe dem Etwas die Freiheit und es bleibt bei mir. Ich kann so loslassen. Beispiele: meine Kinder, meine Karriere, unbedeutende Dinge (das Haben!). Investiere besser in dein SEIN und verschenke Liebe. Lebe mit Herz!

"Mutig, mutig liebe Brüder..."


Spielen vertreibt die Fragerei! Auf meinem Fünfliber finde ich ein PLUS (im Schweizerwappen) und kein Fragezeichen oder gar ein Minus!


Ich liebe mein Land - ich liebe meine Heimat!


Fröhliche Grüsse und "Blib gsund!"

Marcel - dein Zuhörer


Gemeinsam mit meiner geliebten Ehefrau geniessen wir den Türlersee und den ersten Kaffee!


Zitat:

«Wenn man nicht aufhören will, die Menschen zu lieben, darf man nicht aufhören, ihnen Gutes zu tun.»

Marie von Ebner-Eschenbach (österreichische Schriftstellerin, 1830-1916)

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